Die fünfte Etappe der Schwalbe-TOUR-Transalp powered by Sigma 2012 ist
ein spannendes Wechselspiel der Landschaften, denn sie führt von der
schroffen Bergwelt der Dolomiten ins Olivenhain-verzierte südliche
Voralpenland am Monte Grappa. Die Civetta verabschiedet die Teilnehmer
in Richtung Passo Valles. Bald schieben sich die exotischen Zacken der
Pale di San Martino ins Bild, die am Passo Rolle zum Greifen nahe sind.
Nun folgt eine der längsten Abfahrten. Vom Passo Rolle bis zum Fuße des
Monte Grappa geht es auf rund 50 Kilometern Länge zunächst steil bergab
auf der Rückseite des Passo Rolle, dann ab San Martino di Castrozza
flacher bergab. Bei Fonzaso, auf rund 300 Metern Höhe gelegen, beginnt
dann die lange Auffahrt zum Monte Grappa. Sie verläuft auf der
nördlichen Bergseite auf weiten Teilen im Wald, was in der südlichen
Sommerhitze sehr angenehm sein dürfte. Oben ändert sich die Szene
schlagartig: Hier bietet sich ein unvergleichbarer Blick über die
gesamte Po-Ebene, der nur durch die vielen Farbtupfer der
Paragliding-Schirme am Himmel unterbrochen wird. Die Abfahrt ist ein
kurviger Hochgenuss. Doch aufgepasst, dass der Blick Richtung Venedig
nicht zu sehr ablenkt. Nach der Abfahrt folgt noch ein kurzer
Schluss-Sprint von Semonzo über 6 Kilometer und 130 Höhenmeter bergauf
zum Ziel in Crespano del Grappa.
Ralphs Tag
Ralphs Tag
Die
Etappe heute war wieder sehr hart. Es ging von Anfang an steil bergauf
ohne ein flaches Stück vorher zum warm fahren. Der zweite Pass war zum
Glück etwas flacher und gleichmäßiger zu fahren. Nach den ersten zwei
Pässen dann fast 60 Kilometer bergab, schön zum Tempo machen wenn man
eine gute Gruppe hatte. Dann aber kam der absolute Hammer, die Auffahrt
zum Monte Grappa. 25 Kilometer am Stück bergauf und steiler als
erwartet. Zudem war es mit über 30 Grad mittlerweile sehr heiß. Immer
wenn man dachte jetzt ist man oben ging es noch einmal weiter. Ein sehr
unrythmischer Berg der einem wirklich alle mentale Motivation
abverlangt. Die anschließende Abfahrt nach Crespano del Grappe war
landschaftlich fantastisch wie auch die ganze Etappe und entschädigte
für die Leiden der Auffahrt. Herrlicher Ausblick auf die gesamte
Poebene. Leider war der Fernblick durch das scwüle Wetter sehr
eingeschränkt. An klareren Tagen kann man von hier bis nach Venedig am
Mittelmeer blicken. Die Fahrt hinab in die Poebene erstreckte sich von
Bergvegitation auf der Passhöhe bis hinunter ins mediterane Klima,
vorbei an Zypressen am Wegesrand hinein in Olivenhaine, und in einen
Hitzeofen. Im Ziel in Crespano del Grappe zeigte mein Radcomputer ganze
40 Grad an! Ein Tag der allen hier mental und Körperlich an die Substanz
geht. Mal sehen wie wir morgen da die längsten Etappe von 146 km
überstehen.
Blick aus unserem Hotelzimmer am Morgen. Das Wetter passt!
Bevor es losgeht noch etwas Entspannen vor dem Hotel
Der Start am Morgen in Falcade
Zielbereich in Crespano del Grappa bei 40 Grad !!!











